Der Start ins Erwachsenenleben darf nicht zum Armutsrisiko werden – SkF, SkM und Caritas starten in die Armutswochen 2026

Die Verbände fordern: Junge Menschen brauchen verlässliche Unterstützung, bezahlbaren Wohnraum und echte Teilhabe

Junge Menschen dürfen beim Übergang ins Erwachsenenleben nicht allein gelassen werden. Darauf hat der SkF Ingolstadt im Rahmen der bundesweiten Caritas-Armutswochen 2026 aufmerksam gemacht.

Gerade junge Menschen, die in Armut aufwachsen oder ohne familiären Rückhalt leben, stehen beim Übergang ins Erwachsenenleben vor besonderen Herausforderungen. Fehlender bezahlbarer Wohnraum, finanzielle Unsicherheit und unklare Zuständigkeiten zwischen Jugendhilfe, Jobcenter und anderen Unterstützungssystemen können dazu führen, dass junge Menschen den Anschluss verlieren.

Der SkF fordert deshalb, die bestehenden Rechtsansprüche junger Volljähriger nach § 41 SGB VIII zu erhalten und konsequent umzusetzen. Länder und Kommunen müssen für verlässliche Hilfen, bezahlbaren Wohnraum und gut begleitete Übergänge in ein selbstständiges Leben sorgen.

Armut bedeutet für junge Menschen weit mehr als fehlendes Geld. Sie beeinträchtigt Bildungschancen, persönliche Entwicklungsmöglichkeiten und gesellschaftliche Teilhabe. Laut dem Monitor Jugendarmut der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit waren 2023 rund 25 Prozent der 18- bis 24-Jährigen in Deutschland armutsgefährdet.

Armut junger Menschen ist kein individuelles Versagen, sondern Ausdruck struktureller Benachteiligungen. Ihre Bekämpfung ist eine politische Aufgabe. Die Verbände fordern deshalb, junge Menschen stärker an politischen Entscheidungen zu beteiligen und ihre Erfahrungen bei der Gestaltung von Hilfsangeboten ernst zu nehmen. Wer demokratische Teilhabe stärken will, muss gerade denjenigen eine Stimme geben, die von Armut und Ausgrenzung betroffen sind.

Der Deutsche Caritasverband, der SkF Gesamtverein und der SKM Bundesverband rufen jährlich zu den bundesweiten Caritas-Armutswochen auf. Sie finden 2026 vom 17. Oktober, dem Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut, bis zum 15. November, dem Welttag der Armen, statt. Bundesweit machen Ortsvereine und Einrichtungen mit Aktionen auf Armut und soziale Ausgrenzung aufmerksam.

Weitere Informationen unter:

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